Sehenswertes
Prag - die Goldene Stadt
Alljährlich strömen Millionen und Abermillionen Besucher in die tschechische Hauptstadt, um sich von ihrer zeitlosen Schönheit verzaubern zu lassen. Malerische Gässchen und schöne Plätze laden zu Spaziergängen ein, die dieses prachtvolle Freilichtmuseum von mehr als tausend Jahren tschechischer und abendländischer Kultur erschließen. Um sich ein komplettes Bild mit detaillierten Angaben über die Orte und Möglichkeiten machen zu können, empfehlen wir Ihnen die offizielle Homepage des Tschechischen Tourismusverbandes. Jedoch finden sie in Folge eine kurze Zusammenfassung der für uns wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Form eines Bilderkataloges mit kurzen Erläuterungen:

Die ''Prager Burg'' ist Wahrzeichen und Symbol der Stadt Prag. Es ist die größte Burganlage der Welt! Geschichtlich ist ins besondere der zweite Prager Fenstersturz zu erwähnen,welcher im Mittelalter für den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieg sorgte. Aktuell wird die Prager Burg vom tschechischen Präsidenten bewohnt, auf Einladung sind oft hochrangige Politiker der ganzen Welt dort zu Gast.

Ein Muss für jeden Besucher der Prager Burg ist ein Rundgang durch die Krönungskirche ''St.-Veits-Dom'' und Grablege der böhmischen Könige. Der lichtdurchflutete Hochchor mit dem ersten Netzrippengewölbe und die Porträtbüsten von Peter Parler bedeuten einen Höhepunkt europäischer Gotik! Mit dem Bau wurde im 14. Jahrhundert begonnen, komplett fertigestellt wurde er jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

''Das goldene Gässchen'' wurde im 17. Jahrhundert, nach den, in der Stadt ansiedelnden Goldschmieden genannt. Die Hausreihe In der Strasse ist einen malerisch schönen Platz der Prager Burg. Eigentlich hat Rudolf II. die kleinen bunten Häuser in den ersten Jahren der XVI. Jahrhundert für 24 Burghüter gebaut. Berühmte Personen, wie der Nobelpreisträger Jaroslav Seifert und Josef Kafka, der Autor des weltberühmten Werkes "Der Prozess", haben hier Anfang des 19. Jahrhunderts gewohnt. Heutzutage bieten in der Mehrheit der Häuser kleine Geschäfte ihre Waren, so wie Bücher, Spitzen und dem berühmten tschechischen Glas.

Die ''Basilika St. Geor'' ist direkt im Komplex der Prager Burg zu finden. Sie ist die zweitälteste Kirche Prag´s, gegründet im 10. Jahrhundert und auf Grund der Visionen und Gemälde aus dem frühen 12. Jahrhundert sehr beliebt bei Kunstfreunden der Malerei.

Der ''Wladislaw-Saal'', befindlich auf der Prager Burg, ist ein stützenloser Raum majestätischer Maße - 62 m lang, 16 m breit, bis 13 m hoch. Der 1493-1502 errichtete Saal besticht ebenso als technische wie künstlerische Meisterleistung. Er führte die Prager Gotik zum letzten Höhepunkt und zur Schwelle der Renaissance. Reiterspiele, Gastmähler, Krönungsfeierlichkeiten und Märkte erfüllten den Saal einst mit glanzvollem, buntem Leben. Heute findet hier die Wahl des Staatspräsidenten statt.
Die ''Karlsbrücke'' ist die älteste erhaltene Brücke der Stadt Prag und die zweitälteste in der Tschechischen Republik. Zuvor befand sich hier noch eine Holzbrücke und weit früher auch eine Steinbrücke. Sie verbindet die Altstadt mit dem kleinen Stadtteil unter der Burg, verziert mit Emblemen, Wappen, Skulpturen und Statuen. Insbesondere im Barock wurden auf der Brücke zahlreiche Heiligenfiguren errichtet. Mit einer Länge von 516 Metern und eine Breite von etwa 9,50 Metern gehört die Karlsbrücke zu den bekanntesten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Das ''Nationaltheater'' Prag ist eine der bedeutendsten Kulturinstitutionen im Lande. Ob Oper, Ballett oder Schauspiel: Wer Bühnenkunst auf hohem Niveau erleben möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Nicht zuletzt verschaffte auch das im 19. Jahrhundert erbaute Gebäude des Nationaltheaters auf Grund der hochwertiger Verzierungen in Gold der Stadt Prag den Namen „Goldene Stadt Prag“.

Die weltbekannte und fast 500 Jahre alte ''Astronomische Uhr'' befindet sich im erhaltenen Teil des „Alten Rathaus“ am Altstädter Ring.

Zwischen 1906 und 1912 entstand an der Stelle des Königshofes, einer Residenz der Böhmischen Herrscher, das ''Repräsentationshaus oder Gemeindehaus'' im sogenannten Sezessionsstil. In diesem Jugendstilgebäude wurde am 28. Oktober 1918 die Souveränität der ersten Tschechoslowakischen Republik proklamiert. Auch 1989 wurde in diesem Haus Geschichte geschrieben, als im Zug der Samtenen Revolution die ersten Treffen zwischen den bürgerlichen Gruppen, vertreten durch Vaclav Havel, und der bis dahin regierenden kommunistischen Partei geführt wurden.

Der Gebäudekomplex Klementinum, in der Nähe der Karlsbrücke, war seit der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Jesuitenkollege und später Universität. 1654 wurde dieses mit der Karlsuniversität vereinigt. Zu dieser Zeit kamen auch zahlreiche Gebäude im Barockstil dazu. Der um mehrere Höfe gruppierte Komplex beinhaltet 3 Gotteshäuser (Salvatorkirche, Klemenskirche u. Welsche Kapelle), der wunderschöne Bibliothekssaal und den astronomischen Turm, auf dem seit 1752 meteorologische Messungen durchgeführt werden. Das Klementinum wird auch heute noch entsprechend seiner ursprünglichen Funktion genutzt: die Nationalbibliothek und die Technische Staatsbibliothek sind hier untergebracht.
